Der 1930 in Oberschlesien geborene Reiner Zimnik kam mit 15 Jahren nach Landshut, wo er erfolgreich die Gesellenprüfung zum Schreiner absolvierte. Zimnik setzte seine gymnasiale Ausbildung fort, um nach dem Abitur ein fünfjähriges Studium an der Münchner Kunstakademie zu meistern. Dieser Weg bestimmte sein Leben – Reiner Zimnik war bis zu seinem Tod 2021 ein lebensfroher Maler, Zeichner und Schriftsteller.

Ein Thema, das Reiner Zimnik bis zu seinem Lebensende begleitet hat, sind die Frauen. Meistens nackt, als Modell für Aktzeichnungen und oft mit ausgefallen Kopfbedeckungen. Besonders beliebt waren beim Zimnik die Flügelhauben. Anders als viele denken, ist das jedoch keineswegs ein Modestück der Klosterschwestern, sondern war in der Resaissance eine Kopfbedeckung für Frauen aus höheren Ständen.




Reiner Zimnik hat durch die von ihm erschaffenen Figuren, wie Sebastian Gsangl, Geschichte geschrieben und Geschichten erzählt. Von der Zeichnung bis hin zu den Texten entstammen kulturprägende Werke, die in Büchern niedergeschrieben aber auch im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Der Bayerische Rundfunk zeigte beispielsweise Sebastian Gsangl als einen Heimatturisten. Noch immer ist dieser 12-minütige Kurzfilm ein Zeitzeuge und Fenster in die Vergangenheit.
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